| Bueffelmilch und Elefanten |
|
|
|
| Geschrieben von Doris Burk | |
| Monday, 26. February 2007 | |
|
Indien haben wir liebgewonnen. Nach ein wenig Ausspannen in McLeod Ganj im Himalaya im buddhistischen Flair und viel viel Regen, radelten wir bei Sonnenschein eine Woche bis Delhi.
In den Bergdoerfern sahen wir viele typisch indische Hochzeiten, dazu gehoerten die Taenze der Frauen, ein toll geschmuecktes Hochzeitspferd fuer den kuenftigen Ehemann, Blasmusik bis in die Nacht und viele mit Blumen geschmueckte Autos.
Die ersten zwei Tage radelten wir auf abgelegenen kleinen Strassen bergauf und bergrunter, durch eine wunderschoene Landschaft mit vielen bunten Voegeln, Papageien, Mungos und Rhesusaffen. Sogar Hanuman-Languren Affen haben wir gesehen. Manchmal fragte ich mich, springen mir die Affen jetzt vor Neugier auf die Radtaschen und muss ich sie dann auch noch mitschleppen? Aber sie taten es nie und so blieb mein Gepaeckgewicht beim Alten.
In Indien genossen wir wieder das Zelten unter freiem Himmel, obwohl wir nie allein blieben.
Wir bekamen viele Einladungen und an einem Tag mussten wir sogar schweren Herzens vier Einladungen fuer die Nacht ablehnen. Eine Nacht schliefen wir durch Zufall in einem Sikh-Tempel, wo wir wieder bestens bekoestigt wurden. Gestern wurden wir zu einer Familie eingeladen. Da wir unser Zelt noch nicht aufgebaut hatten, nahmen wir das Angebot dankend an. Es war wunderschoen und interessant in einem kleinem indischen Dorf zu uebernachten. Wir bekamen Bueffelmilch und frueh schauten wir beim Melken zu.
Nun gab es einen Rundgang durch das Dorf. Neben rund 2000 Menschen leben hier auch circa 500 Wasserbueffel, direkt mit in den Haeusern. Das hat uns besonders beeindruckt. Ueberall sah man kleine Kaelber und grosse Kuehe. Nach selbstgemachter Lassi (Milch-Joghurtgetraenk) fuhren wir mit einem modernen Traktor ins Feld. Die Familie zeigte uns ihre Felder, auf denen Okra, Blumenkohl, Moehren, Kartoffeln, Getreide, Lupinen und Raps angebaut wird. Von einfachen Dorfbewohnern wurden wir nun zum Tee eingeladen, mit frischer Bueffelmilch und Zucker aufgekocht. Ueberall gibt es in Indien viele, viele Kinder zu sehen. Wenn man denkt, man laueft irgendwohin allein und schaut sich dann um, kann es einem passieren, dass einem 20 oder mehr neugierige Kinder folgen. Neugierig sind die Inder alle und so wird wenig gesprochen, aber umso mehr geschaut, gestaunt und sogar gestiert. Nach einem typisch, indischen Breakfast sagten wir der Familie Ade, bedankten uns fuer alles und radelten die letzten 50 km bis Delhi. Zum Glueck stellte sich das Radeln in Delhi als viel netter heraus, als wir uns vorstellten und so war es auch halbso wild, als wir uns im Kreisel drehten. Interessant war es allemal und als dann noch 2 Elefanten vorbeimarschierten, da waren die kleinen Stadtstrapazen gleich vergessen.
Delhi ist ein Kulturgemisch mit Gurus, Hindhus, Buddhisten und Moslems, Bettlern, Rikscharadlern und vielen, vielen Kindern oft in Schuluniformen gekleidet. Im Fotoalbum gibt es wieder neue Bilder. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Monday, 26. February 2007 ) |
| < Zurück | Weiter > |
|---|