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Die letzten Stunden in Teheran... |
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Geschrieben von Doris Burk
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Thursday, 30. November 2006 |
... lassen wir im beruehmten Cafe Naderi ausklingen. Wir staunen nicht schlecht, wie die Frauen hier ihre Kopftuecher zur Schau tragen. Wie sich diese ueberhaupt noch auf dem Kopf halten ist uns jedoch fraglich. Unsere Gedanken gehen zurueck. 2 Wochen mit meinen Eltern liegen hinter uns. Mehr als 500 km radelten wir gemeinsam durch Wuestenlandschaft, an unzaehligen Moscheen und Schafherden vorbei. Ueber einen Umweg erreichten wir nach 22 km Anstieg das beruehmte Bergdorf Abyaneh in 2300 m Hoehe. Oft nutzten wir den Autobahnstreifen und dankten der Polizei, die uns Granataepfel und Kaki-Fruechte schenkten. Drei kalte Naechte verbrachten wir im Zelt, die restlichen im Hotel. Wir schlenderten ueber Bazare, rauchten alle Wasserpfeife und genossen iranisches Essen. Mit dem Luxuszug in 1. Klasse mit Dinner fuhren wir nach Mashad, eine Pilgerstaette und heiligste Stadt vom Iran. Mit einer deutschsprachigen Reiseleiterin bestaunten wir den Palast und beobachteten hunderte Menschen bei ihrem Gebet. Imam Reza, der 8. Imam von 12 Imamen liegt hier begraben und wird jaehrlich von Millionen schiitischen Pilgerern besucht. Wir respektieren ihren Glauben und wurden kurzerhand zu einem Interview eingeladen, welches im iranischen 1. Programm gesendet werden soll. Wir machten unsere Sache gut, obwohl wir mit unserer Kleidung fuer einen Fernsehauftritt nicht zu frieden waren (wir Frauen in einem Stoffsack mit Lucke fuer das Gesicht und 2 Loechern fuer die Haende und die Maenner mit bunten Goretex Jacken). Als wir im Interview zum dritten mal gefragt wurden, was wir uns von Imam Reza wuenschen und wir zum dritten mal antworteten, als Christen wuenschen wir uns nichts von ihm und beten auch nicht zu ihm, stutzten wir, ob unser vorheriger Text auch wirklich richtig uebersetzt wurde. Eine Kroenung des Interviews war eine Esseneinladung im heiligen Schrein, wo taeglich 4000 Essen fuer Pilgerer ausgegeben werden. Zurueck nach Teheran ging es im Sitzwagen, wo wir 2 Afghanen kennenlernten. Das Geschirr klappert, Rauch erfuellt den Raum und wir sind zurueck im Cafe Naderi. Alle Tische sind besetzt und junge Leute kommen und gehen. Ein kleiner Platz zur westlichen Freiheit... In unserem Fotoalbum gibt es wieder eine bunte Mischung neuer Bilder - viel Spass beim Anschauen! |
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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 30. November 2006 )
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