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Die Welt ist ein Dorf ... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Möller   
Sunday, 18. March 2007

... oder zumindestens Indien dachten wir, als wir in Jaipur am Hoteleingang Frank Bienewald aus Dresden trafen. Doris kannte ihn nur vom Hoerensagen, ich hatte in Vorbereitung unserer Tour seinen Vortrag angeschaut. Frank ist auch schon einmal die Strecke von Dresden nach Indien geradelt und als Indienliebhaber reist er nun 6 Monate durch das Land um tiefer in die Kultur einzutauchen und natuerlich auch neue Bilder fuer seine Vortraege zu schiessen. Wir haben gemeinsam geschwatzt und in einer Strassenkueche Mittag gegessen und beim Abschied mussten wir erst einmal einen Platten flicken waehrend Frank sich mit dem Fotoapparat bewaffnet noch einmal in die Altstadt aufmachte.

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In Pushkar trafen wir Frank noch einmal, aber nicht nur ihn, sondern auch unsere Weggefaehrten, die uns immer eine Nasenspitze voraus waren und die wir das erste mal in Teheran getroffen hatten - Wim und Peet (Holland). Die beiden waren bis Dehli geradelt, hatten dann aber die Nase vom indischen Verkehr so voll, dass sie sich kurzerhand zwei kultische indische Motorraeder vom Typ Royal Enfield gekauft hatten und nun mit diesen den indischen Norden unsicher machten.

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Aber nicht nur alte Bekannte haben wir getroffen sondern auch das erste mal einen indischen Rennradfahrer - und was fuer einen! Rennradfahrer hatten wir hier noch garnicht gesehen und dann stellte sich heraus, dass unser Freund, der ploetzlich neben uns auftauchte, sogar unter den Besten des Landes ist. Waehrend wir so schwatzend nebeneinander fuhren, erfuhren wir, dass er im Juni in Deutschland an einem internationalen Wettkampf teilnimmt. Wir tranken noch eine kalte Limo zusammen und dann endete seine abendliche Trainingsstrecke und er kehrte um nach Jodpur.

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Ein Rennrad in Indien zu sehen ist eine Seltenheit und obendrein war es das erste Rad mit einer Gangschaltung. Ja man kann es kaum glauben aber in Indien gibt es quasi keine Gangschaltungen an den Raedern. Es gibt zwar neben den original indischen stabilen Stahlraedern auch so etwas wie Mountainbikes, die ich sogar schon mit Vollfederung gesehen habe - aber eben ohne Schaltung. Besonders tut einem das im Herzen weh, wenn man die Rikschafahrer in den Staedten sieht, wie sie sich stehend die Anhoehen hochquaelen. Das ist ein schweres Brot. Manchmal sind es auch aeltere Leute und die dicken Radlerwaden habe ich auch noch nicht gesehen, obwohl sie den ganzen Tag fahren. Aber in Indien wird eben vieles noch von Hand gemacht (oder in diesem Fall von Fuss) und so ist auch der Beruf des Rikschafahrers hier ganz alltaeglich.

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Rikscha im Einsatz als Schulbus in Dehli
 

Kommentar von Manfred Pflug:
Euch beiden "Weltumseglern" aus Dresden ein recht schönes Osterfest. Wo sucht Ihr die Ostereiernester?
Viel Glück und Gesundheit weiterhin. Und wenn Ihr den Frank noch mal trefen solltet, ebenfalls freundliche Grüße.
Manne 

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 3. July 2007 )
 
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