| Es regnet und regnet... |
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| Geschrieben von Doris Burk | |
| Thursday, 7. December 2006 | |
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... eigentlich dachte ich wir sind in der Wueste. Aber man lernt nie aus. Es ist kuehl geworden und ich bin froh, ein Kopftuch tragen zu muessen. Wir laufen durch die Stadt. Ein Mann waermt sich seine Haende am Auspuff eines Busses. Wir wollen unser Visa ein letztes mal verlaengern. Durch eine Traube von Afghanen werden wir hindurchgeschleust bis zum Buero und bekommen dort ohne zu Warten alle Unterlagen und den Zettel fuer die Bank. Das Spiel kennen wir. Erst bezahlen auf der Bank, wieder zurueck und danach bekommt man das Visa. Vorbei geht es wieder an dutzenden Afghanen, die schon stundenlang oder auch tagelang warten, warten auf ein Stueck Frieden und Ruhe fuer sich und ihre Familien. Ob sie hier im Iran den ersehnten Frieden in ihren Herzen erreichen? Wir wuenschen es ihnen. Jedoch koennen viele Afghanen sich hier im Iran nicht ohne Drogenschmuggel ueber Wasser halten. Beim Radeln finde ich am Strassenrand pro Tag mehr als 50 zusammengerollte Papiertrichter. Mit diesen Trichtern inhaliert man auf afghanische Art Opium. Trotz das es streng verboten ist, bekamen auch wir es 2 mal angeboten zum probieren, lehnten aber dankend ab. Auf das von uns am liebsten geschossene Foto verzichteten wir dann doch, denn soooo lange wollen wir dann doch nicht hier im Iran verweilen. Wir eilen und hetzen zur Visastelle, es ist 5 min vor 12.00 Uhr und 12.00 Uhr werden hier die Tore zugemacht. Ob wir doch noch Glueck haben? Und was fuer ein Glueck, 10 min spaeter halten wir unser Visa bis 19.1.2007 in der Hand. Wieder einmal konnten wir hier im Iran als Deutsche erleben, was Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft bedeuten. Hinter uns liegen Tage mit Schneetreiben, eingefrorenem Schaltwerk, Sonne und eisigkalte Naechte bis -15 Grad.
Aber immer wieder werden wir herzlich von iranischen Familien aufgenommen und zum Essen, Tee oder zum Uebernachten eingeladen. Wir verlassen dann meist die Familien am naechsten Tag mit einem riesigen Lunchpaket von Keksen oder Trockenfruechten.
Das letzte mal bekamen wir eine Delikatesse aus Shiraz mit auf den Weg, leckere Datteln mit einer halben Wallnuss und einer Art Zucker, Marzipan, Zimt und anderen exotischen Gewuerzmischung ueberzogen. So kann man auch hier im Iran die Adventszeit gut verbringen. Dabei haben wir ja nun auch 2 Adventskalender, wo wir taeglich unsere Tuerchen oeffnen und an die Heimat denken.
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| Letzte Aktualisierung ( Friday, 8. December 2006 ) |
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