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Geburtstag im Himalaya PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Möller   
Friday, 8. June 2007

Der Tag begann gleich mit einer dicken Geburtstagsueberraschung, das Wetter hatte sich ein nettes Geschenk ausgedacht. So wurde Doris zu ihrem 30. Geburtstag hier oben im Himalaya auf 4000 m Hoehe mit einem weissen Kleid ueberrascht.

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Wir hatten am Vortag den bisher schwersten Pass geschafft, der nicht etwa wegen der Hoehe so schwierig war (4613 m) sondern dadurch, dass die Strasse unbefestigt war und wir streckenweise durch dicken Dreck und feinen Staub schieben mussten (nur bei Regen wird die Strasse wohl noch schwieriger befahrbar). Durch die vorbeifahrenden Autos verschwanden wir regelmaessig im Nebel und sahen bald aus wie gepuderzuckert.

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Ganz schoen kaputt kamen wir nachmittags oben an und fuhren nur noch ein Stueck runter an einen Bach wo wir unsere Sachen, Taschen und Raeder waschen konnten.

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Hier begann also Doris Geburtstag mit weisser Pracht und einer kleinen Beschehrung schon mal sehr vielversprechend.

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Bei schoenem Wetter und immer am Fluss entlang wollten wir heute eine Stadt mit Internet erreichen, dann ein schoenes Hotel nehmen und fein essen. Unterwegs, gerade zur Mittagszeit wurden wir in einem Dorf zum Tee hereingewunken und es blieb nicht beim Tee, sondern wir bekamen gleich ein feines Essen vorgesetzt.

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Ein junges Maedchen und ihr kleiner Bruder bewirteten uns und wir konnten viele Fotos von der urigen tibetischen Kueche machen. Als wir einen Umschlag zueckten, um die Adresse zwecks Bildzusendung aufschreiben zu lassen, wurde kurzerhand ein Moensch von der Strasse gerufen, der die Adresse in Tibetisch und Chinesisch schreiben konnte.

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Einen anderen Wunsch des Maedchens, naemlich die Bitte nach einem Bild des Dalei Lamas, konnten wir leider nicht erfuellen. Bilder des Dalei Lamas sind hier verboten, trotzdem zeigen uns die Tibeter manchmal unter vorgehaltener Hand kleine Amulette mit dem Bild des Dalei Lama.

Die erste Stadt, die wir ansteuerten, hatte leider kein Internet und so fuhren wir noch weiter bis zur naechsten Stadt, so dass Doris zu ihrem Ehrentag auch noch eine 99 km-Etappe absolvieren musste. Zu allem Uebel fuhren wir die letzten 8 km in einem heftigen Regen aber Doris konnte heute nichts erschuettern und sie konnte auch mit klatschnassen Hosen und Socken noch lachen.

In Womda fanden wir ein sehr schoenes Hotelzimmer, genossen eine heisse Dusche und trockene Sachen und wollten uns gerade zum Internet aufmachen, als die Polizei an die Tuer klopfte. Die Rezeption, welche unsere Ausweise gesehen hatte, hatte wohl gemeldet, dass wir ein ungueltiges China-Visum hatten. Aber alles halb so schlimm, denn wir haben ja ein noch gueltiges Tibet-Permit. Und das hat die beiden netten Polizisten befriedigt und da es mit ihrem Englisch nicht so weit her war, haben wir es alle dabei belassen und die moegliche Grauzone in der wir uns befinden nicht weiter eroertert.

Dann gabs endlich das Internet und Doris hat die ganzen Geburtstagsmails verschlungen und sich riesig gefreut. Da war die Heimat ploetzlich nicht mehr so weit weg. Ein schoenes Bild wollen wir hier mal mit veroeffentlichen.

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Inzwischen haben wir auch lecker gegessen und die Flasche Bier, die wir eigentlich im Hotel trinken wollten ist vorhin auf der Strasse zu Bruch gegangen. Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glueck und nun werden wir den Geburtstag noch gemuetlich ausklingen lassen.

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Letzte Aktualisierung ( Friday, 8. June 2007 )
 
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