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Grossfamilie und Atatuerkfeier PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Möller   
Saturday, 28. October 2006

Wir haben nun einige Tage Regen hinter uns und hatten zudem beide Magenprobleme, so dass wir nur langsam vorangekommen sind. Aber sowohl das Wetter als auch die Maegen haben sich wieder beruhigt. 

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Gestern war ein Feiertag fuer die Tuerken, denn Mustafa Kemal Atatuerk wurde an diesem Tag zum Staatsoberhaupt gekuert. Zu diesem Anlass haben wir eine Schule gesehen, welche einen feierlichen Marsch durch die Stadt gemacht hat.

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 Gestern hatten wir eine nette Bekanntschaft. Uns haben an den Wasserfaellen in der Naehe von Muradiye 4 Brueder und ein Neffe zum Picknick eingeladen und da einer von ihnen ziemlich gut Englisch konnte haben wir einiges erfahren. Die 4 haben insgesamt 35 Geschwister, 18 Jungen und 17 Maedchen. Da haben wir gleich noch mal nachgefragt aber wir hatten richtig verstanden. Der Vater hatte 7 Frauen geheiratet. Auf unsere Frage, wie das denn ginge, denn wir wussten ja das der Prophet Mohammed max. 4 Frauen zulaesst und in der Tuerkei das glaub ich sogar noch per Gesetz auf 2 oder 1 reduziert ist, erfuhren wir, dass es illegal geschehen war. Das geht hier im hintersten Winkel der Tuerkei wahrscheinlich noch.
  Auf die Franzosen waren die Brueder nicht gut zu sprechen wegen des franz. Gesetzes zur Anerkennung des Voelkermordes, den die Tuerkei an den Armeniern Ende des Osmanischen Reiches begangen hat. Ja und was wir schon aus diversen Reiseberichten herausgelesen hatten, haben wir hier auch gehoert. Hitler wird hier leider bewundert weil er gegen die Juden vorgegangen ist.

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Gestern hatten wir aber auch noch ein negatives Erlebnis. Nachdem wir eine Gruppe von 5 Jugendlichen passiert hatten, freundlich gruessend wie wir das immer machen, wurden wir von ihnen aus sicherer Entfernung mit Steinen beworfen. Auch das wussten wir schon, dass uns das passieren kann. Warum die Jugendlichen das gemacht haben, wissen wir nicht.

Heute Morgen wurden wir vom wunderschoenen Gesang eines Hirtenjungen geweckt. Wir zwei Jungen, jeder mit einer Herde, zogen durch das Tal. Sie haben sich dann zu uns gesetzt und uns beim einpacken beobachtet. Wir haben mit Schrecken beobachtet, wie sich beide Herden vermischten aber den Jungen schien das egal zu sein. Sie haben dann von uns Kekse und Cola bekommen bevor wir dann aufgebrochen sind.

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Letzte Aktualisierung ( Saturday, 28. October 2006 )
 
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