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Indien erreicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Doris Burk   
Wednesday, 14. February 2007

Wie so fast jeder Reisende auf dieser Strecke, liesen wir uns die pakistanisch-indischen Grenzzeremonie, die jeden Tag schon seit ueber 60 Jahren stattfindet, nicht entgehen. Trotzdem wir schon einiges gehoert hatten, hatten wir ein solches Spektakel nicht erwartet. Auf beiden Seiten sammelten sich viele Zuschauer auf extra dafuer gebauten Terrassen. Entertainer auf beiden Seiten animierten die Massen zu Sprechchoeren und wildem Geschrei als dann feierlich die Fahnen eingeholt wurden und das Tor geschlossen wurde. Uns ist schleierhaft, wie jeden Tag wieder soviel Publikum angelockt werden kann.

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In Amritsar tauchten wir in die ruhige und schoene Atmosphaere des Goldenen Tempels der Sikhs ein. Es tat uns beiden gut, nach dem lauten und staubigen Lahore, wieder Ruhe empfinden zu koennen. In Indien leben etwa 15 Millionen Sikhs. Ihre Religion verbietet das Haareschneiden, sowohl bei Mann als auch bei Frau, denn Gleichberechtigung steht hier wieder ganz vorn. So tragen schon die Jungs die typischen Tuecher, Patka genannt. Die Maenner tragen wuerdevoll einen besonders elegant gewickelten Turban.

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Reisende und Pilgerer bekommen gegen eine Spende eine Unterkunft gestellt. In der Grosskueche vor dem Tempeleingang werden taeglich kostenlos 35 000 Essen gereicht. Auch wir wollten das Spektakel miterleben und nahmen mit hunderten Menschen am Boden in einer langen Reihe Platz. Es gab Bohnen, Reis und Brot, dazu wurde Wasser gereicht. Das Essen schmeckte fein und bekam uns sehr gut. Die Abfertigung so vieler Leute war  beeindruckend, aus Eimern schaufelten die Helfer das Futter auf die Teller der Wartenden.

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Unser naechstes Ziel Dehli wollen wir ueber einen Umweg erreichen. Trotz Winter zog es uns wieder in die Berge, wo wir uns das Exil des Dalai Lama anschauen wollen. Die Landschaft war wunderschoen. Wir radelten vorbei an rot bluehenden Baeumen, im Hintergrund schneebedeckten Bergen, an Affenhorden und den typischen Hindutempeln.

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Nach drei Tagen radeln im Regen erreichten wir Dharamsala. Die letzten 3 km mussten wir einen Jeep zur Hilfe nehmen, waren wir doch sehr durchgefroren. Hier in den Bergen wollte ich meine Erkaeltung auskurieren und wir warteten hier auf Sonnenschein. Nur kurz bekamen wir heute Nachmittag die schneebedeckten Bergspitzen zu sehen. Morgen wollen wir uns das Exil des 14. Dalai Lamas anschauen. 

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Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 14. February 2007 )
 
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