| Kathmandu - zwei Seiten |
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| Geschrieben von Doris Burk | |
| Friday, 18. May 2007 | |
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Wir schlafen schon viele Tage in Kathmandu im Touristenviertel Thamel. Hier kann man alles kaufen von Tempotaschentuechern ueber Lindtschokolade bis zu Nougatcreme aus Deutschland. Baecker bieten leckere Muffins, gefuellte Teigtaschen, Apfelstrudel oder Schwarzwaelder Kirschtorte. In hunderten Hotels gibt es fliessend Wasser, saubere Betten - fuer uns eine Selbstverstaendlichkeit. Fuer Touristen ist Kathmandu eine reizvolle Stadt mit Rikschafahrern, kleinen verwinkelten Gassen, Schneidereien mit wundervoll bunten Stoffen, aus Holz geschnitzten Fensterchen und den fuer Asien typischen Obst- und Gemuesestaenden. Aber besonders die stilvollen Gebaeude der inneren Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehoeren, haben es Touristenstroemen aus aller Welt angetan.
Nimmt man sich Zeit und schaut ein wenig hinter die Kulissen, sieht man einen Teil des anderen Gesichts. Strassenkinder, die aus alten, leeren Milchtueten Leim inhalieren, Kinder, die Pappe zusammensuchen und nicht zur Schule gehen koennen und an Wasserstellen Menschenschlangen wartend, mit leeren Kanistern - ihre einzige Moeglichkeit an Brauchwasser jeglicher Art heranzukommen. Fliessend Wasser kennen die meisten Menschen in Kathmandu nicht - keine 2 km weiter fuer alle Hotels eine Selbstverstaendlichkeit. In Kathmandu gibt es bis heute keine Kanalisation. Arbeitslosigkeit und Einwohnerzahl steigen staendig. Einige Verkaeufer versuchen krampfhaft ihre Ware an Touristen loszubekommen. Neben hohen Eintrittspreisen versuchen Fuehrer, sich Geld zu verdienen. Ein kleiner Junge, vielleicht 9 Jahre alt, versucht abends Christina seine Kinderzeichnungen zu verkaufen - eigentlich zu viel zu hohen Preisen. Am Ende wird er boese und schimpft auf die Touristen. Andere Kinder betteln oder tauschen und handeln untereinander Zigaretten.
Mit traurigen, mueden Augen schauen sie dich an, lange und immer wieder. Es ist spaet abends und sie sammeln immer noch Muell, sie sind muede und beinahe schlafen sie ein waehrend sie dich immer noch bettelnd und geduldig anschauen. Du selbst kommst aus einem Laden, in dem es Tetrapacks und Schokolade in breiter Auswahl gibt. Eine Tafel feine Schokolade kostet vielleicht soviel, wie ihr Wochenlohn, die Kinder sind 8, 9 oder 10 Jahre alt. Manche schlafen gleich neben den Geschaeften. Dort liegen die Strassenkinder neben zusammengerollten Hunden und Abfall. Diese Kinder haben keine Zukunft, keinen Schulbesuch, keine Ausbildung, keine Arbeit, keine Eltern, kein zu Hause, kein Bett... eigentlich haben sie nur sich und den Ueberlebenskampf. Kathmandu - fuer uns sind es zwei Seiten, die wir hier kennengelernt haben. Die suesse, traumhaft schoene Touristische und die bittere Wahrheit der Einheimischen. ![]() Zeitungsartikel abfotografiert - auch wenn wir solche Bilder oft gesehen haben, war es nicht einfach dies zu fotografieren |
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| Letzte Aktualisierung ( Friday, 18. May 2007 ) |
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