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Kleine Geschichten von unterwegs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Möller   
Wednesday, 11. October 2006

Wir erleben viele kleine Sachen, einige davon will ich mal beschreiben:

In Kaymakli haben wir uns an einen Stand gesetzt um einen Kaffee zu trinken. Eigentlich wollten wir eine Kirche besichtigen aber die war verschlossen. Ein Tuerke hat uns dann erzaehlt, dass die Kirche frueher mal auf war, aber seit ein konservativer Moslem Buergermeister ist, bleibt sie verschlossen. Darueber gab es Beschwerden und irgendwie hat der Staat sich eingeschaltet und die Kirche unter seine Verwaltung genommen, da aber auch dort gerade eine konservative Partei regiert bleibt die Kirche vorerst zu.

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Eine Fahrt nach Mekka kostet 3000 Euro hat der selbe Tuerke uns erzaehlt. Einmal sollte ja jeder fromme Moslem nach Mekka pilgern. Die Reise kostet 2500 Euro (es ist ueblich, das ganze als organ. Tour zu buchen und in Mekka haelt man sich auch ein paar Wochen auf) und bevor man losfaehrt, bekommt man von den Bekannten viele Geschenke. Die fehlenden 500 Euro braucht man dann, um allen Bekannten wieder Geschenke aus Mekka mitzubringen.

In Mustafapasa haben wir in einem Internetcafe gesessen. Doris war eher fertig und als sie rauskam sah sie einen kleinen Jungen an unseren Fahrraedern, hat sich aber nichts dabei gedacht, da es immer neugierige Kinder gibt. Dann haben wir gesehen, dass die kleine Werkzeugtasche ausgeraeumt war (Satz Imbusschluessel fehlte) und Doris ihre Klingel fehlte. Als wir das dem Internetcafebesitzer sagten war dieser sehr aufgebracht. Es waren gleich zweı Maenner zur Stelle, die perfekt deutsch sprachen. Diese wollten in der Schule eine Gegenueberstellung organisieren aber Doris dachte nicht, dass sie den Kleinen wiedererkennt (in den Schuluniformen sehen sie alle gleich aus). Ausserdem haben sie gleich dem Schueler (das Internetcafe war voll mit Schuelern) der den Taeter ueberfuehren kann, 10 Freistunden im Internetcafe versprochen. Ueber soviel Hilfe waren wir angenehm ueberrascht und da sich unser Verlust in Grenzen hielt sind wir beruhigt weitergefahren. Einige Tage spaeter haben wir gemerkt, dass auch die Pumpe fehlte.

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In Goereme haben wir Jens wiedergetroffen und sind gleich noch einen Tag geblieben und haben einen schoenen Abend verbracht. Nun werden wir uns aber erst mal nicht mehr treffen koennen denn Jens faehrt jetzt nach Syrien.

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Gestern haben wir an einem Park halt gemacht. In einem Haus haben wir gesehen, dass Frauen dort Teppische weben. Wir haben gefragt ob wir Fotos machen duerfen und wurden ganz freundlich aufgenommen. Die Frauen waren ganz interessiert und haben gekichert und gefragt. Doris hat das Fotoalbum herausgeholt und ich habe fuer ein Kind einen Luftballon aufgeblasen. Die Frauen haben dann Brot Kaese und Oliven organisiert und wir konnten etwas essen. Wegen Ramadan konnten die Frauen nicht mitesse, nur eine hat auch versteckt etwas gegessen aber wir haben erfahren, dass sie schwanger ist und da ist essen erlaubt. Die aelteste der Frauen hat uns eingeladen, bei ihr zu uebernachten aber da es noch Vormittags war und wir doch sehen muessen, dass wir vorwaerts kommen, sind wir weitergefahren.

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Doris ihre Eltern werden uns in Teheran am 15. November besuchen und bis Esfahan mit dem Fahrrad begleiten.

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 12. October 2006 )
 
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