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Land der Felsenkirchen und Untergrundstaedte erreicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Doris Burk   
Sunday, 8. October 2006
"Der Anblick von Kappadokien uebertrifft die kuehnsten Vorstellungen des Betrachters... er glaubt, zu traeumen!"

Solche und andere Sprueche machten bekannte Dichter über dieses Gebiet. Auch wir sind beeindruckt von der Fuelle der mehrstoeckigen Untergrundstaedten, Felsenkirchen und -kloestern und in Stein gehauenen Wohnungen. Tausende sind es und wir haben nur einen winzigen Teil davon uns angeschaut, waren total beeindruckt und nach den vielen, viel zu vielen Eindruecken am Abend platt und breit wie nie zuvor.

Wir radelten durch schoene Doerfer, Staedte und Schluchten, vorbei an Kuerbisfeldern und dutzenden anatolischen Frauen und Maennern, die entweder tonnenweise Kartoffeln in Saecke abfuellten oder aus den Kuerbissen die Kerne zum Trocknene herauspulten. Andere trieben ihre Kuehe oder Schafe durch das Land - Traktoren, schwer beladen mit Gemuese, Kartoffeln oder Kuerbissen fuhren an uns vorbei. Wir staunten und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Genauso wie wir staunten, staunten Kinder in ihren Schuluniformen über uns und unsere Raeder.

Wir krochen durch phantasievoll eingehauene Höhlen, Kapellen und Felsenkloester und bestaunten christliche Malereien aus verschiedenen alten Zeitepochen. Unsere Augen waren geblendet von den immer wieder beeindruckenden bizarren Felsenformen und unser Geist konnte das alles nicht bzw. nur langsam verarbeiten. Einfach zu viele Eindruecke prasselten auf uns ein, als wir Goereme, das touristische Zentrum Kappadokiens und Weltkulturerbe der UNESCO erreichten.

Vor Millionen von Jahren wurde dieses beeindruckende Gebiet mit einer Schicht aus Lava, Asche und Schlamm bedeckt. Wind, Wettereinfluesse und Wasser, spaeter auch der Mensch, haben das Tuffgestein zu pilz-, nadel- und kegelfoermigen Steinen modelliert. Die Christen kamen im 2. Jh., nachdem sie Jerusalem verliessen nach Kappadokien und versteckten sich in Untergrundstaedten, wo bis zu 10 000 Menschen 6 Monate verweilen konnten. Die Untergrundstaedte waren teilweise miteinander verbunden und bis zu 10 Etagen tief.

 

Neu!!!       Aktuelle Bilder gibt es wieder in unserem Fotoalbum!      Neu!!!

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 8. October 2006 )
 
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