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Lhasa PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Möller   
Thursday, 24. May 2007

Nun sind wir angekommen in der ehemals verbotenen Stadt Lhasa. Mit den Jeeps ging es unter der Bruecke der neu gebauten Eisenbahnlinie hindurch und hinein auf breiter 8-spuriger Strasse. Wir waren beeindruckt von den modernen Gebaeuten, den spiegelnden Fassaden und den vielen exquisiten Geschaeften. In der Ferne ragte der Potala-Palast - der Palast des Dalei Lama - ueber die Stadt. In einem sehr feinen Hotel werden wir die letzten 3 Naechte unserer gebuchten Tour nach Lhasa verbringen.

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Pilgerer ueberqueren eine Kreuzung

Die Ernuechterung kam schnell, Lhasa ist eine schoene und moderne Stadt. Nur scheint nicht mehr viel uebrig geblieben zu sein von der tibetischen Kultur und der tibetischen Bevoelkerung. In der Stadt gibt es kaum noch tibetischen Gebaeude, vieles ist dicken Strassen und modernen Gebaeuden gewichen. Der beruehmte Palast ragt etwas traurig aus einem modernen Stadtviertel heraus.

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Potala-Palast, ehemaliger Sitz des Dalei Lama

Auf der Suche nach der Altstadt sind wir zum Jokham-Tempel gefahren, dem bedeutensten buddhistischen Tempel Tibets . Aber auch hier gibt es nur wenige alte Haeuser, stattdessen liegt der Tempel nun im Herzen des Tourisenviertels mit all seinen Hotels, Restaurants und Verkaufsstaenden. Da wir gerade in der Zeit eines buddhistischen Festivals hier sind, kreiste ein Strom von tibetischen Pilgern in alter Tradition um den Tempel vermischt mit uns neugierigen Touristengruppen, die alles mit ihren Kameras festhalten wollen und vorbei an endlosen Schmuck und Kunsthandwerksbuden, deren Haendler geschickt die Touristen aus dem Strom zu ihren Staenden locken wollen. Auch die Besichtigung des Tempels hinterlies ein ungutes Gefuehl. Waehrend die Pilgerer in einer langen Schlange darauf warteten, den Heiligen zu huldigen, konnten die Touristen in einer zweiten Reihe ziemlich zuegig durch den Tempel schweifen.

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Pilger- und Touristenstrom

Ein Tibetaner kam vor dem Tempel mit Doris ins Gespraech und erklaerte, dass das grosse Feuerwehrauto auf dem Tempelvorplatz getarnte Sicherheitskraefte waeren und das der Platz mit Videokameras ueberwacht wird um die tibetischen Pilgerer zu kontrollieren. Bilder des Dalei Lamas sind verboten und wir haben in Lhasa kein einziges gesehen.

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Vorplatz des Jokham-Tempels

Im Tibetsichen Nationalmuseum, einem wirklich schoenen neuen Gebaude, konnte man hervorragend aufbereitete Exponate bestaunen - nur fehlte jegliche Information ueber die letzten 80 Jahre. Zudem waren alle Angestellten soweit wir es gesehen haben, Chinesen.

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Tibetisches Nationalmuseum

Als wir den Potala-Palast mit seinen prunkvollen Tempeln und unzaehligen Statuen der buddhistischen Heiligen anschauten, mussten wir daran denken, dass der jetzige Dalei Lama in Indien im Exil leben muss in welches er schon als junger Mann fluechten musste. Mit Saeuberungsaktionen und einer massiven Einwanderungspolitik hat China das Gesicht Tibets geaendert - Lhasa ist das beste Beispiel dafuer.  Nun werden wir weiter mit dem Fahrrad fahren und hoffen, in den Doerfern ein anderes Tibet zu finden.

Letzte Aktualisierung ( Friday, 25. May 2007 )
 
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