| Per Bus durch Beluchistan |
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| Geschrieben von Stefan Möller | |
| Friday, 5. January 2007 | |
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Wir sind nun in Pakistan. Vorgestern haben wir die Grenze erreicht, das letzte Stueck wieder auf einem Polizei-Pickup. Schon an der Grenze war der Unterschied zwischen dem Iran und Pakistan ziemlich deutlich, waehrend wir auf der iranischen Seite noch in einer grossen Halle abgefertigt wurden, landeten wir auf der pakistanischen Seite in einer schlichten Baracke. Beim Zoll schwatzten wir mit den Beamten und konnten uns gleich wieder anhoeren, was doch Hitler fuer ein grosser Mann war. Noch etwas viel auf, sprachen schon im Iran viele Englisch, so ist das in Pakistan noch weiter verbreitet - gut fuer uns. In Taftan, einem winzigen Grenzort, war der letzte Bus nach Quetta abgefahren. Als uns auf der Strasse ein Autofahrer auf die andere Seite winkte, erinnerten wir uns, dass hier ja Linksverkehr ist. In einem ziemlich einfachen Hotel checkten wir ein und beim abendlichen Rundgang, haben wir noch einen Tee bei einem Schneider getrunken, einem Afghanen aus Kabul. Der pakistanische Tee trifft genau unseren Geschmack, denn er wird mit Milch aufgekocht und ist zuckersuess.
Nachts rumorte es ganz schoen in unserem Hotel, da wurden Tueren geklappt und laute Gespraeche fanden statt, keine Ahnung, was da vor sich ging. Am naechsten Morgen waren wir zeitig beim Bus, der auch schon da war. 40$ fanden wir ein bisschen happig aber das Feilchen zog sich hin, unterbrochen von einer netten Teepause, aber mehr als 5$ konnten wir nicht herausschlagen. Bevor der Bus endlich losfuhr, mussten wir noch 4 Stunden warten, da schauten wir noch ein bisschen beim Schneider rein. Natuerlich kamen wieder jede Menge Freunde vorbei, setzten sich zu uns und gingen nach einer Weile wieder. Einer wurde uns als Heroinhaendler vorgestellt, das ist hier leider weit verbreitet. Kurz bevor der Bus abfuhr kamen John und Sally an, die alles mit dem Fahrrad gefahren waren (sie wollen bis Indien alles per Fahrrad zuruecklegen), ob wir sie unterwegs noch einmal sehen werden ist ungewiss.
Kurz nachdem der Bus gestartet war, stoppte er auserhalb der Ortschaft und von zwei Pickups stiegen ueber 30 junge Maenner zu, die sich in das hintere Drittel des Buses draengten. Dort sahsen sie wie die Oelsardinen, auf 2 Sitzen jeweils drei und im Gang auch zusammengequetscht. Von einem Mitreisenden erfuhren wir, dass sie illegale Einwanderer aus Bangladesh seien, die im Iran aufgegriffen und zurueckgeschickt wurden. Nun wollten sie zurueck uber Quetta und dann nach Karatshi und dort ihr Glueck noch einmal versuchen - Ziel Europa. Auf der Fahrt wurden immer wieder welche von ihnen rausgeschickt und neue stiegen zu, den Hintergrund des Treibens haben wir nicht durchschaut. Einmal war eine Polizeikontrolle, aber wir waren die einzigen, die den Pass zeigen mussten. Die Tour ging durch herrliche Wuestenlandschaft. Durch unzaehlige Stopps verzoegerte sich die Fahrt und wir kamen erst Nachts 2:00 in Quetta an. Zum Glueck fanden wir schnell das Hotel und fielen erschoepft in die Betten. Pakistan macht einen vielversprechenden Eindruck, hier ist alles noch orientalischer als im Iran. Wir sind gespannt auf die naechsten Tage. ![]() Nach der Busfahrt erst mal Topf richten |
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| Letzte Aktualisierung ( Friday, 5. January 2007 ) |
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