| Trecking im Himalaya |
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| Geschrieben von Doris Burk | |
| Thursday, 10. May 2007 | |
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Fuer 3 Wochen tauschten wir unsere Fahrraeder gegen Wanderstiefel und die Radtaschen gegen 2 Rucksaecke aus. Wir wollten die Annapurnarunde mit Christina und Hartmut wandern. Wir starteten nach einer Busfahrt in 800 m Hoehe in subtropischem Klima. Wir liefen vorbei an herrlichen Bananenblueten und von unseren Nasen tropfte der Schweiss.
Die erste Nacht hielt fuer uns eine besondere Ueberraschung bereit. Als wir 4 in unsere Schlafsaecke schluepfen wollten, schaute uns an der Wand eine fast handtellergrosse Spinne an. Ja, im Gebirge waren wir noch nicht und in den Subtropen fuehlen sich die Biester wohl. Ungluecklicherweise verschwand die Spinne, als der Gastwirt sie einfangen wollte und so durchsuchten wir alle unsere Sachen, aber sie ist bis heute nicht aufgetaucht.
Fuer die Wanderung liesen wir uns viel Zeit, denn unsere hoechste Passhoehe von 5416 m wollten wir langsam in Angriff nehmen. Die Nepalesen verstehen es hier sehr gut mit den Touristen im Einklang zu leben und so machte uns allen das Wandern sehr viel Spass. Die Gebetsmuehlen, Maultiere bunt geschmueckt und nepalesische lachende Kindergesichter mit braungebrannten Wangen begleiteten uns nun tagtaeglich.
Wir genossen die Ruhe und das Bimmeln der Maultierglocken. Langsam naeherten wir uns der 4000 m Grenze und so verbrachten wir 2 Naechte ueber 4000 m Hoehe. Da die Luft hier schon duenner ist, schliefen wir etwas unruhig aber dennoch gut. Unser grosser Tag stand bevor und da wir gut akklimatisiert waren, erreichten wir alle frisch und munter mit unseren schweren Rucksaecken die Passhoehe von 5416 m. Dennoch merkte man auf den letzten Metern, dass man sich im Hochgebirge befand. Jeder Schritt war ganz langsam, aber gleichmaessig und auch der Kopf hackte bei dem einen oder anderen ein wenig. Das Traumwetter belohnte uns fuer unsere Strapazen. Klarer Himmel und Rundumblick im Himalayagebirge - wir waren mittendrin und ueber uns strahlten die Schnee- und Eisberge. Ja, wir hatten wirklich ein Glueck und genossen die kurze Zeit in der duennen Luft. Die Annapurnarunde war noch lange nicht zu Ende, jedoch unser Hoehepunkt der Pass lag bereits hinter uns. So mussten wir uns erst wieder an das Wandern ohne Ziel gewoehnen. Dennoch hielt die Tour auch am Ende viele Ueberraschungen bereit. Traeger mit Unmassen von Gepaeck, zum Beispiel 28 Huehnern (entspricht rund 55 kg), hatten wir schon einige gesehen. Aber ein junger Traeger erstaunte uns beim Abstieg besonders. Er erzaehlte uns von seinem 85 kg Gepaeck, welches er eine Woche bis ins Gebirge schleppen wollte - fuer uns einfach nicht mehr fassbar und unvorstellbar, von der Realitaet einfach zu weit entfernt, wieviel Last von einem Menschen im hoechsten Gebirge der Welt getragen wird. Am Ende der Tour stiefelten wir noch einmal mehr als 1000 Stufen auf den Poon Hill (rund 1600 Hoehenmeter hinauf) und am naechsten Tag tausende Stufen wieder hinunter ins Tal. Damit war unsere Treckingtour zu Ende und hatte uns noch einmal so richtig gefordert. Gluecklich und ko erreichten wir Pokahara, wo sich bereits die Anfangsmonsunzeit bemerkbar machte. Die schoenste Sicht auf die Berge hatten wir auf unserem hoechstem Punkt und dieser Tag wird uns so noch in guter Erinnerung bleiben.
Im Fotoalbum gibt es auch wieder neue Fotos. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sunday, 13. May 2007 ) |
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